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Der Grafik-Overhaul: mehr Look ohne Engine-Wechsel

  • Autorenbild: Marcel Dütscher
    Marcel Dütscher
  • 26. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Irgendwann stand die ehrliche Diagnose im Raum: Das Spiel spielte sich gut, sah aber nach Prototyp aus. Statt auf eine andere Render-Pipeline oder gar Engine zu schielen, haben wir uns eine Frage gestellt: Wie viel Look steckt noch in Unitys URP, wenn man sie wirklich ausreizt? Die Antwort: erstaunlich viel.


Anti-Aliasing (SMAA). Blockwelten bestehen aus Kanten — und flimmernde Kanten ruinieren jeden Screenshot. SMAA glättet sie, ohne das Bild matschig zu machen.


Ambient Occlusion (SSAO). Der größte Einzelgewinn. Ecken, Spalten und Übergänge bekommen weiche Kontaktschatten — plötzlich „sitzen" Blöcke aufeinander, statt zusammengewürfelt zu wirken.


Color Grading per LUT. Jedes Biom bekam seine eigene Farbstimmung: Eiswelten kühl und blau, Lavawelten warm und bedrohlich. Gleiche Geometrie, völlig anderes Gefühl.


Physikalisch plausibles Licht. Spekulare Highlights nach GGX-Modell, Reflexionen abhängig von der Materialrauheit, Emission-Blöcke mit echtem Glow. Metall glänzt jetzt wie Metall.


Wasser. Vorher undurchsichtig und leblos, jetzt klar mit weichen Screen-Space-Reflexionen auf der Oberfläche. Nebenbei haben wir dabei entdeckt, dass Sonne und Monde am Himmel als schwarze Scheiben gerendert wurden — jetzt werden sie beleuchtet.


Die wichtigste Erkenntnis: Nichts davon brauchte neue Technologie. Alles war in URP bereits vorhanden — teils schlicht nicht aktiviert, teils falsch konfiguriert. Bevor man die Engine wechselt, lohnt es sich zu prüfen, ob man die aktuelle überhaupt ausgereizt hat.

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