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Jeder Block ist solide — außer er ist es nicht

  • Autorenbild: Marcel Dütscher
    Marcel Dütscher
  • 22. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Unser Client-Mesher hat eine eiserne Regel: Jeder Block, der nicht Luft ist, wird gerendert und hat Kollision. Punkt. Diese Vereinfachung macht das Meshing schnell und den Code einfach — bis ein Feature kommt, das genau diese Regel brechen will.


Das Energie-Tor. Für unsere Energiezäune wollten wir ein Tor: eine schimmernde Membran, durch die Spieler und freundliche NPCs einfach hindurchgehen können, wilde Tiere aber nicht. Ein Block also, der sichtbar ist, aber für manche keine Wand darstellt. Genau das, was unsere Architektur nicht vorsieht.


Die Lösung besteht aus zwei Hälften. Auf dem Client bekam der Mesher seine erste bewusste Ausnahme: Der Tor-Block wird gerendert, aber vom Kollisions-Mesh ausgenommen — Spieler laufen einfach hindurch. Auf dem Server läuft die eigentliche Logik: Die Bewegungssysteme der Kreaturen prüfen bei jedem Schritt, ob eine Energiebarriere im Weg ist. Wilde Tiere und Gegner drehen ab, Begleiter und Spieler passieren. Diese Prüfung musste in alle drei Bewegungssysteme — Wildtiere, Begleiter, Planetengegner — sonst hätte eine Kreaturenart das Tor „nicht gekannt".


Die ehrliche Fußnote: Fliegende Kreaturen gleiten über den Zaun hinweg. Das ist kein Bug, sondern eine dokumentierte Grenze — ein Zaun hält eben nichts auf, was fliegt. Solche bewussten Lücken schreiben wir lieber auf, als sie zu verstecken.


Was bleibt: Architektur-Regeln wie „alles Nicht-Luft ist solide" sind wertvoll, weil sie einfach sind. Aber man sollte wissen, wo die eine Ausnahme wohnt — und warum sie dort wohnt.

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