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Von MIT zu AGPL: warum wir die Lizenz gewechselt haben

  • Autorenbild: Marcel Dütscher
    Marcel Dütscher
  • 25. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Blocks Beyond The Stars ist Open Source — das war es von Anfang an. Aber unter welcher Lizenz, das haben wir unterwegs einmal grundlegend geändert: von der freizügigen MIT-Lizenz zur AGPL-3.0. Hier ist das Warum.


Was MIT bedeutet hätte: Mit MIT darf jeder unseren Code nehmen, verändern und als geschlossenes Produkt weiterverkaufen — ohne irgendetwas zurückzugeben. Für Bibliotheken ist das oft genau richtig. Für ein komplettes Spiel mit Servern fühlte es sich falsch an: Jemand hätte unsere Arbeit nehmen, einen kommerziellen Server-Dienst daraus bauen und die Verbesserungen für sich behalten können.


Was AGPL bedeutet: Die AGPL-3.0 sagt im Kern: Nimm alles, verändere alles — aber wenn du es weitergibst oder als Online-Dienst betreibst, müssen deine Änderungen ebenfalls offen sein. Das „oder als Online-Dienst" ist der entscheidende Unterschied zur normalen GPL und passt exakt auf ein Multiplayer-Spiel. Wer mit unserem Code einen Server betreibt, gibt der Community zurück. Selbst hosten für Freunde und Familie? Ausdrücklich erwünscht — dafür gibt es sogar eine Anleitung.


Und die Contributor? Mit dem Lizenzwechsel kam ein Contributor License Agreement (CLA), automatisch abgewickelt beim ersten Pull Request. Das klingt bürokratisch, schützt aber beide Seiten: Es ist eindeutig geklärt, unter welchen Bedingungen Beiträge ins Projekt einfließen.


Der Wechsel war zwei Tage Arbeit — Lizenztexte, Header, CLA-Bot, Dokumentation. Und er hat dem Projekt ein Fundament gegeben, auf dem man Fremden guten Gewissens sagen kann: Macht mit, es bleibt offen.

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