Abends nach dem Job: wie dieses Familienprojekt funktioniert
Aktualisiert: 10. Juli
Blocks Beyond The Stars hat kein Studio, kein Budget und keine Deadline. Es hat eine Familie: mich (Marcel) an der Tastatur, Justus (10) als gnadenlosen Cheftester und Ideengeber, und Verena, die das Ganze erdet. Wie ein Spiel unter diesen Bedingungen entsteht — ein Blick hinter die Kulissen im Wortsinn.
Der Rhythmus. Entwickelt wird abends und am Wochenende. Das klingt nach wenig Zeit, und das ist es auch — aber es erzwingt eine Disziplin, die größeren Projekten manchmal fehlt: Wenn pro Abend nur zwei Stunden drin sind, baut man das Wichtige zuerst. Über tausend automatische Tests passen derweil auf, dass das Feature vom Wochenende nicht das von Dienstag zerlegt.
Der Kreislauf. Fast jedes Release folgt demselben Muster: Eine Idee entsteht (oft am Esstisch, oft von Justus), sie wird gebaut, dann kommt der Testabend — Justus bekommt den neuen Build, meist ohne Ankündigung, und findet binnen Minuten, was drei Wochen Entwicklung übersehen haben. Seine Bug-Reports beginnen mit „Papa, warum…" und sind präziser als so mancher Issue-Tracker-Eintrag. Dann wird gefixt, veröffentlicht, und im Devlog steht ehrlich drin, was ein Kind gefunden hat.
Das Offene. Das ganze Projekt ist quelloffen und wird es bleiben. Inzwischen testen Freunde mit, die erste externe Contributorin hat uns einen Linux-Build geschenkt, und aus dem Familienprojekt wird langsam ein Familien-und-Community-Projekt. Genau die Richtung, die wir uns wünschen.
Das Warum. Es gibt keinen Businessplan. Es gibt einen Jungen, der sagt „es sollte richtige Fabriken geben", und einen Vater, der abends welche baut. Alles andere — die Server, die Tests, die Releases — ist nur die Maschinerie, damit dieser Satz am Ende in einem Spiel landet, das jeder spielen kann.
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