VEGA und das KI-Backend: ein Sprachmodell mit Sicherheitsnetz
- Marcel Dütscher
- 4. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
VEGA, die Bord-KI des Spiels, und unsere NPCs können sich dank eines echten Sprachmodells lebendig unterhalten. Wie das aufgebaut ist — und warum das Spiel auch ohne funktioniert — darum geht es in diesem Artikel.
Der Aufbau. Die KI-Anbindung lebt in einem eigenen Backend-Dienst, gebaut mit LangChain/LangGraph und einer OpenAI-kompatiblen Schnittstelle. Aktuell hängt dahinter ein Mistral-Modell, gehostet in Europa (OVH). Die Schnittstelle ist bewusst austauschbar: Wenn morgen ein besseres oder günstigeres Modell auftaucht, wechseln wir den Anbieter, nicht die Architektur.
Nur nach innen offen. Der KI-Dienst ist auf dem Server ausschließlich intern erreichbar — kein öffentlicher Endpunkt. Die Spielserver reden mit ihm, sonst niemand. Ein offenes LLM-Gateway im Internet wäre binnen Tagen ein kostenloser Chatbot für Fremde (auf unsere Rechnung).
Die wichtigste Design-Entscheidung: der Template-Fallback. Das Spiel darf niemals von der KI abhängen. Jeder Dialog, den das Sprachmodell führen kann, existiert auch als klassische Textvorlage. Ist das Backend nicht erreichbar, das Kontingent aufgebraucht oder die Antwort schlicht zu langsam, reden NPCs und VEGA nahtlos mit Vorlagen weiter. Der Spieler merkt höchstens, dass die Sätze etwas vorhersehbarer werden. Ein Spiel, das bei KI-Ausfall stumm wird, wäre kaputt — ein Spiel, das dann etwas hölzerner spricht, ist es nicht.
Diese Fallback-Philosophie ist vielleicht unser wichtigster Rat an alle, die LLMs in Spiele einbauen: Behandelt das Modell wie schönes Wetter. Plant für Regen.
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