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Öffentliche Welten gibt es nur mit Passwort — mit Absicht

  • Autorenbild: Marcel Dütscher
    Marcel Dütscher
  • 8. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Als wir den öffentlichen Welten-Browser gebaut haben — die Liste, in der Spieler ihre Welten für andere sichtbar machen können — haben wir eine Regel eingebaut, über die man stolpern kann: Eine Welt kann nur öffentlich gelistet werden, wenn sie ein Beitritts-Passwort hat. Entfernt der Besitzer das Passwort, verschwindet die Welt automatisch aus der Liste. Das klingt paradox — öffentlich, aber verschlossen? Hier ist das Warum.


Blocks Beyond The Stars wird von Kindern gespielt. Eine offene Liste frei betretbarer Welten wäre eine Einladung an jeden anonymen Fremden im Internet, in der Welt eines Kindes aufzutauchen. Das wollten wir nicht — und keine Moderations-KI der Welt ist so zuverlässig wie eine simple Regel: In deine Welt kommt nur, wem du das Passwort gegeben hast.


Der Welten-Browser wird damit zu einem Schaufenster statt einer offenen Tür: Man sieht, welche Welten es gibt, wer wie viele Spieler hat, was spannend aussieht. Aber der Beitritt läuft über den Besitzer — auf dem Schulhof, im Familienchat, im Discord. Die soziale Verbindung passiert dort, wo sich Menschen wirklich kennen.


Technisch ist das Ganze zusätzlich opt-in: Jede Welt ist standardmäßig privat und unsichtbar, Sichtbarkeit muss aktiv eingeschaltet werden. Und die Passwort-Regel ist kein UI-Hinweis, sondern serverseitig erzwungen — es gibt schlicht keinen Zustand „öffentlich und offen".


Manchmal ist das beste Sicherheits-Feature kein Feature, sondern eine Einschränkung, zu der man steht. Diese hier hat uns noch niemand übelgenommen — im Gegenteil: Gerade Eltern verstehen sie sofort.

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